Fließendes Geld

Geld ist fließend, wenn ein Fließzins regelmäßig von Geldguthaben abgezogen wird. Bei dieser Parallelwährung wird monatlich 1% Fließzins berechnet.

Das bedeutet, dass das Geld kontinuierlich entwertet wird. Das hört sich im ersten Augenblick schlimm an, ist aber an der Natur orientiert. Wer 1000 Äpfel im Keller hat, hat nach einem Jahr wahrscheinlich keinen genießbaren Apfel mehr...

Der Vorteil an "rostenden" Geldes ist, dass die Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes entfällt und nur noch Tauschmittel ist. Es wird kein Zins mehr benötigt um das Geld in den Wirtschaftskreislauf zurück zu führen, wie es beim Euro der Fall ist.

Im Mittelalter soll es 300 Jahre ohne Krieg gegeben haben, durch ein fließendes Geld. Der adlige Herrscher hat Geld mit der aktuellen Jahreszahl herausgegeben, was nur dieses Jahr lang gültig ist. im neuen Jahr konnte niemand mehr damit bezahlen und die Menschen mussten zum Herrscher gehen und ihm das Geld geben. Dieser druckte eine neue Jahreszahl rauf und behielt 20% davon als Steuer ein. Die Menschen waren bewegt das verdiente Geld möglichst auszugeben, damit andere die 20% zahlen müssen. So wurde viel Geld ausgegeben und die Fachwerkhäuser und starkverzierten Möbel wureden gebaut. Nachdem alles Materielle da war, wurde der Kirche das Geld gespendet und diese konnte sich die großen Kirchen und Dome bauen. Das Spenden fällt den Menschen leichter, da sie das Geld nicht behalten werden.

Der jährliche Geldabzug ist etwas schlecht, da das Geld erst am ende eines Jahres ausgegeben werden will. Und im späten Jahr auch die Preise der Waren angehoben werden, da das Geld bald abgewertet wird. Darum können wir mit der heutigen Technik auch monatlich 1% vom Geld abziehen. Dadurch ist der Verlust nicht so groß und die Preise bleiben stabiel. Der Jährliche Zins entspricht dann 11,36%.

Kredite wären gleichzeitig Zinslos. Der sein Geld verleiht, freut sich, wenn er die volle Zahl des Geldes später bekommt. Unterm Kopfkissen wäre das Geld weniger Wert geworden.

Ein heutiger Staat könnte damit seine Steuern finanzieren, wodurch die Reichen viel mehr beteiligt würden oder sie ihr Geld leichter ausgeben oder verleihen würden. Das eingesammelte Geld könnte allerdings auch als bedingungsloses Grundeinkommen an alle Menschen verteilt werden. Egal ob Kind, Rentner, Arbeitsloser, Manager, Hausfrau, Zigolner oder Ausländer, alle würden das gleiche Geld bekommen. Somit würden Kindergeld, Arbeitslosengeld und sonstige Zuwendungen wegfallen. Die Kinder hätten eine reichere Kindheit als heute und das Kinderkriegen führt nicht zur Verarmung. Die Kindertagesbetreugung und Schulen müssten nicht mehr vom Staat subventioniert werden. Zusammen mit der wegnahme der Schulpflicht könnte das Homeschooling weitere Verbreitung finden. Weitere Visionen zum Thema Schule unter Projekte -> Schule